Die Saison befindet sich in ihrer entscheidenden Phase. Noch 1 ZAT steht noch aus, und das Titelrennen ist trotz der starken Position von PAS Giannina weiterhin offen. Mehrere Teams hoffen auf Ausrutscher, während im Tabellenmittelfeld Platzierungen und Prestige auf dem Spiel stehen.
PAS Giannina – 67 Punkte
PAS Giannina geht als Tabellenführer in den letzten ZAT und besitzt die beste Ausgangslage im Meisterschaftsrennen. Mit 22 Siegen aus 33 Spielen steht der Klub verdient an der Spitze. Vor allem die defensive Stabilität und die hohe taktische Disziplin haben die Saison geprägt. Giannina verliert selten unnötige Punkte und zeigt in engen Spielen ein hohes Maß an Effektivität. Im Vergleich zu den unmittelbaren Verfolgern wirkt das Team in den entscheidenden Momenten abgeklärter.
Im Pokal ist PAS nach einem dramatischen Viertelfinale gegen Zakynthos weitergekommen, wobei die Mannschaft im Hinspiel dominierte, aber im Rückspiel ins Wanken geriet. Im Halbfinale wartet nun PAOK. Für Giannina ist der Fokus jedoch klar: Der Meistertitel hat oberste Priorität. Wenn das Team seine Form hält, ist der Weg zum Titel offen. Ein Ausrutscher würde allerdings sofort PAOK und AEK zurück ins Rennen bringen.
PAOK Saloniki – 63 Punkte
PAOK hat sich im Saisonendspurt in eine hervorragende Position gebracht und liegt punktgleich mit AEK Athen nur vier Zähler hinter dem Spitzenreiter. Mit 21 Siegen stellt PAOK eines der effizientesten Teams der Saison. Die Mannschaft hat ihre größte Stärke darin, in wichtigen Momenten zu liefern, was sich auch im Pokal gezeigt hat: Im Viertelfinale gegen AEK drehte PAOK eine schwierige Ausgangslage und gewann das Rückspiel mit großem Offensivdruck.
In der Liga hat PAOK den Vorteil, dass man ohne großen Druck agieren kann. Der zweite Platz ist realistisch, der Titel hängt jedoch von Fehlern Gianninas ab. Taktisch agiert PAOK flexibel, hat eine solide Defensive und ist besonders in Spitzenspielen schwer zu bespielen. Im Pokal hat die Mannschaft nun ein Halbfinale vor sich, das sich als vorweggenommenes Finale anfühlt: gegen Giannina, den möglichen Meister. Beide Wettbewerbe bleiben für PAOK offen, doch der realistische Fokus liegt auf dem Kampf um Platz zwei und dem Pokalsieg.
AEK Athen – 63 Punkte
AEK liegt ebenfalls bei 63 Punkten, hat aber seit Wochen mit starker Konkurrenz zu kämpfen und musste zuletzt im Meisterschaftsrennen leichte Bodenverluste hinnehmen. Die Offensive bleibt die gefährlichste der Liga, doch defensiv gab es Schwächen, die am Ende möglicherweise den Titel kosten könnten. Im Pokal scheiterte AEK nach einem spektakulären, torreichen Viertelfinale an PAOK, was trotz guter Gesamtleistung als Rückschlag gesehen werden muss.
In der Liga ist AEK die Mannschaft, die am ehesten in der Lage ist, einen Ausrutscher von Giannina sofort auszunutzen. Dazu benötigt das Team aber maximale Punktzahl in den verbliebenen Spielen. Trotz des Ausscheidens im Pokal und kleinerer Schwächen bleibt AEK ein ernstzunehmender Titelkandidat, vor allem aufgrund der Durchschlagskraft im Angriff. Die Saison könnte im besten Fall mit Platz zwei oder sogar dem Titel enden, im schlechtesten Fall aber auf Rang drei.
OFI Kreta – 61 Punkte
OFI Kreta bleibt auf dem vierten Platz. Die Defensive ist solide, doch die Offensive hat zu selten Spiele entschieden, in denen ein Punktgewinn möglich gewesen wäre. Das Torverhältnis zeigt klar, dass OFI häufig an engen Partien beteiligt war, aber entscheidende Treffer fehlten.
Im Pokal lieferte OFI ein respektables Viertelfinale, unterlag aber Panathinaikos in einem offenen und offensiv geführten Duell. In der Liga ist der vierte Platz wahrscheinlich auch der Endrang, da der Abstand nach vorne zwar gering ist, die fehlende offensive Durchschlagskraft aber gegen direkte Konkurrenten regelmäßig zur Falle wurde.
Panathinaikos Athen – 52 Punkte
Panathinaikos hat sich im Laufe der Saison stabilisiert und sich von einer schwachen Hinrunde erholt. Die Mannschaft bleibt jedoch hinter ihren Möglichkeiten. Die Offensive ist solide, aber nicht konstant genug, und defensiv fehlt es an individueller Klasse.
Der Pokal bietet allerdings eine neue Chance: Der starke Auftritt gegen OFI im Viertelfinale hat Panathinaikos das Halbfinalticket gesichert. Dort wartet Doxa Drama ,ein machbares, aber keinesfalls leichtes Duell. In der Liga geht es noch darum, Platz fünf zu sichern und sich positiv aus der Saison zu verabschieden. Panathinaikos spielt nicht um Titel, aber um Wiedergutmachung.
A.P.S. Zakynthos – 50 Punkte
Zakynthos bleibt das unberechenbarste Team der Liga. Das hohe Offensivpotenzial sorgt immer wieder für spektakuläre Ergebnisse, gleichzeitig macht die defensive Instabilität jede Prognose schwierig. Im Pokal wurde Zakynthos trotz eines starken Comebacks im Rückspiel gegen Giannina ausgeschaltet.
In der Liga dürfte es für das Team am Ende auf einen Platz um Rang sechs hinauslaufen. Zakynthos hat gegen Topteams beeindruckende Leistungen gezeigt, doch fehlende Konstanz verhinderte eine bessere Platzierung. Die Saison bleibt dennoch positiv, sofern man das Niveau in den letzten zwei Spielen halten kann.
Aris Saloniki – 49 Punkte
Aris zeigte nach schwierigem Saisonstart eine klare Entwicklung und gehört inzwischen zu den solideren Teams der Liga. Der Einzug ins Pokalhalbfinale ist der größte Erfolg der Saison: Aris setzte sich gegen Doxa Drama durch und steht nun vor einer echten Chance auf das Finale.
In der Liga spielt Aris um die Plätze fünf bis sieben. Die Defensive ist stabiler geworden, doch die Offensive bleibt unzuverlässig. Insgesamt ist die Mannschaft aber klar im Aufwärtstrend, und die Saison könnte mit einem Pokalfinale sogar ein echtes Ausrufezeichen setzen.
Doxa Drama – 43 Punkte
Doxa bleibt ein typisches Mittelfeldteam: In der Liga wechselten sich gute und sehr schwache Spiele ab, wie das negative Torverhältnis eindrucksvoll belegt. Dennoch hat Doxa im Pokal bewiesen, dass der Wettbewerb eine andere Bühne bietet. Der Sieg im Viertelfinale gegen Aris war verdient, auch wenn Doxa im Rückspiel defensiv wackelte.
Der Halbfinalgegner Panathinaikos ist schwierig, aber nicht unbezwingbar. In der Liga wird Doxa die Saison im Mittelfeld beenden, ohne Risiko nach unten oder Ambitionen nach oben. Der Fokus liegt klar auf der Pokalchance.
Olympiakos Piräus – 35 Punkte
Olympiakos erlebt eine enttäuschende Saison und hat den Anschluss an die Spitzengruppe völlig verloren. Sowohl die Offensive als auch die Defensive haben ihre Schwächen, und die Mannschaft wirkt oft ideenlos. Im Pokal ist Olympiakos früh ausgeschieden, und in der Liga dient der Endspurt vor allem dazu, die Saison ordentlich zu beenden.
Strukturell muss der Klub im Sommer umfangreiche Änderungen vornehmen, um wieder konkurrenzfähig zu werden.
Veria FC – 6 Punkte
Veria ist abgeschlagen und steht längst als Absteiger fest. Das Torverhältnis von –53 spricht für sich. Die Mannschaft war in fast allen Bereichen der Liga unterlegen und beendet die Saison ohne realistische Chance auf Verbesserung.
Der Fokus liegt nun darauf, sich ordentlich zu verabschieden und einzelne positive Eindrücke für den Wiederaufbau mitzunehmen.